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Im Dezember 1920 wurde sein Drama „Kreuzweg“ am Staatlichen Schauspielhaus Berlin uraufgeführt, aber bereits nach drei Aufführungen wieder abgesetzt. Lobende Besprechungen erhielt es lediglich von Herbert Ihering und Siegfried Jacobsohn.

1920 heiratete er seine Mainzer Jugendliebe Annemarie Ganz, von der er sich 1921 wieder scheiden ließ, nachdem er eine leidenschaftliche Liebesaffaire mit der Schauspielerin Annemarie Seidel, genannt Mirl, begonnen hatte.

 

Gedenktafel in Berlin-Schöneberg

Bis 1922 schlug er sich als (Bänkel-) Sänger in Kneipen und mit Gelegenheitsarbeiten durch (unter anderem als Statist beim Film und als Anreißer für illegale Vergnügungslokale in Berlin, kurzfristig auch als Drogendealer, dies unterließ er jedoch schnell, da er beinahe verhaftet wurde), bis er Engagements als Dramaturg in Kiel, München und (zusammen mit Bertolt Brecht) am Deutschen Theater Berlin erhielt. Dort lernte er die Wiener Schauspielerin Alice Frank, geborene von Herdan, kennen, die er 1925 heiratete. Aus einer vorangegangenen Ehe mit dem kommunistischen Funktionär Karl Frank hatte sie eine Tochter (Michaela), deren Stiefvater Zuckmayer nun wurde. 1926 wurde seine leibliche Tochter Maria Winnetou geboren.





Der literarische Durchbruch gelang ihm im Dezember 1925 mit der Komödie „Der fröhliche Weinberg“, die kurz zuvor von Paul Fechter mit dem Kleistpreis ausgezeichnet worden war. Sie führte vor allem wegen der parodistischen Darstellung eines Corpsstudenten zu zahlreichen Skandalen, wurde aber dennoch das meistgespielte Theaterstück in den 1920er Jahren. Von seinen Tantiemen kaufte sich Zuckmayer 1926 ein Haus in Henndorf bei Salzburg, wo er nun überwiegend lebte, obwohl Berlin weiterhin sein berufliches Zentrum blieb.

Dort feierte er 1927 mit der Uraufführung von „Schinderhannes“ den nächsten Theatererfolg. Dieses Stück wollte er als expliziten Gegenentwurf zum politischen Theater von Erwin Piscator verstanden wissen:

 

„Im Fröhlichen Weinberg war es mir gelungen, die Leute so von Herzen zum Lachen zu bringen, wie sie selten im Theater lachen können. Nun lag es mir am Herzen, die Leute auch einmal flennen zu lassen. Ich wollte wieder Menschen vom Gefühl her auf dem Theater ansprechen, gegen die sogenannte neue Sachlichkeit, gegen das lehrhaft-politische Theater, das in dieser Zeit begann.“

1929 folgte das Volkstück „Katharina Knie“, eine Seiltänzerkomödie, das wieder großen Publikumszuspruch fand. Bei der Kritik fiel es allerdings durch – wie übrigens alle Stücke Zuckmayers nach dem „Fröhlichen Weinberg“. Zu dieser Zeit arbeitete er auch am Drehbuch zu dem Film „Der blaue Engel“ mit, der nach dem Roman „Professor Unrat“ von Heinrich Mann gedreht wurde und im Frühjahr 1930 in die Kinos kam.

Seinen größten Erfolg in den Jahren der Weimarer Republik hatte er mit der 1931 am Deutschen Theater in Berlin uraufgeführten Komödie „Der Hauptmann von Köpenick. Ein deutsches Märchen“. 160.000 Mark an Tantiemen (damals das Lebenseinkommen eines Schwerstarbeiters) trug sie ihm allein im ersten Jahr nach der Uraufführung ein, aber auch den Hass der Nationalsozialisten, denen die antimilitaristische Tendenz des Stücks zuwider war.

Quelle: Wikipedia

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